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Ise Projekt  Schweiz/ Östereich

1. Beginn der Maßnahme:

Die Maßnahme beginnt vor Ort des Jugendlichen. Der Jugendliche wird von seinem Zuhause/Jugendamt abgeholt. Gemeinsam fährt man nach Konstanz, um sich dort in der ersten Woche durch ein Gespräch kennen zu lernen und die erste Etappe in der Schweiz zu planen. Der Jugendliche wird bei der Planung intensiv mit einbezogen, um seine Bedürfnisse gerecht zu werden. Es soll dadurch erreicht werden, dem Jugendlichen etwas anzubieten, das er mitentscheiden kann, sowie ihn motiviert, seine Ideen und vorhandenen Fähigkeiten einzubringen und diese später auch umsetzen zu können. Es soll das Selbstbewusstsein gefördert werden, etwas selbst leisten zu können, wobei einige Punkte und Regeln nicht zur Disposition stehen. Das gemeinsame Planen ist wichtig, um den Jugendlichen zu zeigen, “nur gemeinsam schaffen wir das“, um positive Zeichen zu setzen.

 

Zur Planung gehören folgende Überlegungen:

• Mitnahme von Lebensmitteln

• Unterkünfte

• Gezielte Anlaufpunkte

• Routenplanung

• Bedürfnisse/ Ziele

 

2. Schweiz - Erste Etappe

In der ersten Etappe wird die Schweiz durchquert, es geht los in Konstanz über:

St. Gallen – Zürich – Luzern – Bern – Grindelwald und zurück. Die einzelnen Wegpunkte sollen der Orientierung des Jugendlichen dienen, wonach er sich richten kann. Die Route dorthin sucht sich der Jugendliche selbst. Täglich sollen ca. 30 km mit dem Rad bewältigt werden. Gemeinsam fährt man mit dem Rad, wobei der Jugendliche durch seinen täglichen körperlichen Einsatz Grenzen erreicht und sich überwinden muss, nicht aufzugeben. Geplant ist jeweils ein Aufenthalt von 3 Tagen in den jeweiligen Unterkünften, um dort die Gegend zu erkunden. Die Unterkünfte reichen von der Jugendherberge über Strohlager bis hin zum Zelten. Unterkünfte werden je nach Saison gewählt. Je nach Saison können verschiedene Sportarten betrieben werden. Am Abend soll der Jugendliche seine täglichen Erlebnisse stichwortartig dokumentieren, um diese zu verinnerlichen. Dies soll nicht nur der Verinnerlichung dienen, sondern auch hilfreich bei der Reflektierung in Konstanz sein, um auch für den Moment negative Situationen bewusst zu machen und um zu sehen, wie gehe ich nun damit um oder wie gehe ich das nächste Mal besser damit um. Wichtig ist es, alles gemeinsam zu machen, nicht zu diligieren, zwecks Steigerung der Teamfähigkeit Der Jugendliche soll wieder das Gefühl bekommen, dass er nicht alleine da steht, sondern dass ein Beziehungs- und Vertrauensaufbau erfolgt. Gezielt soll gemeinsam geklettert werden, da hierbei maßgeblich Sicherheit und Vertrauen zählen.

Konstanz - zweite Etappe

In Konstanz werden die Eindrücke und Erlebnisse, die in der Schweiz gewonnen wurden, reflektiert und aufgearbeitet. Gemeinsam mit dem Jugendlichen werden mögliche und neue Perspektiven erarbeitet.

Zur Reflektion stehen folgende Punkte:

• Positive und negative Aspekte der Planung

• Was hat der Jugendliche für positive / negative Erfahrungen gemacht.

• Wie fühlt sich der Jugendliche nach der Reise.

• Welche persönliche Ziele wurden vom Jugendlichen erreicht?

• An welchen Zielen fehlt es noch / was fehlt, um sie zu erreichen.

Es wird die dritte Etappe nach Österreich erarbeitet und geplant. Es werden bei der Planung der dritten Etappe negative Planungen der ersten Etappe geändert und neue Lösungen durch den Jugendlichen gesucht. Dies macht der Jugendliche selbst, um zu erlernen, Misserfolge ins Positive umzuwandeln und damit umzugehen, negative Einstellung und Stimmung ändern zu können. Hierbei wird der Jugendliche vom Betreuer lediglich fachkundig begleitet. Tagesfahrten und Erkundung der näheren Umgebung werden durchgeführt.

3. Österreich Dritte Etappe:

In Österreich Fahrt in Richtung Bregenz – Innsbruck – Villach – Klagenfurt – Graz – Wien – Linz. Auch in Österreich fahren wir ca. 30 km mit je 3 Tagen Aufenthalt an den einzelnen Orten.

4. Konstanz Vierte Etappe

Nach der Österreichtour werden in Konstanz die Eindrücke und Erlebnisse reflektiert und aufgearbeitet.

5. Ende der Maßnahme:

Die Maßnahme endet wieder in dem Heimatort des Jugendlichen, wo er je nach Hilfeplanentscheidung zurück nach Hause oder in einer weiteren Maßnahme untergebracht wird. Es besteht bei Bedarf auch die Möglichkeit einer langfristigen Unterbringung in Konstanz.

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