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Pädagogisches Konzept

 

Verantwortlicher

Erzieher: Ingo Hilla, Jugend- und Heimerzieher

 

 

Kapazität: 2 männlichen Jugendlichen

 

 

Soziale Struktur und das Umfeld

 

Der Landkreis Konstanz liegt im Süden Baden-Württembergs. Er zählt zur Region Hochrhein-Bodensee in dem Regierungsbezirk Freiburg. Er grenzt im Norden an den Landkreis Tuttlingen, im Nordosten an den Landkreis Sigmaringen, östlich an den Bodenseekreis und an den Bodensee selbst, im Süden an den schweizer Kanton Thurgau, im Westen an den schweizer Kanton Schaffhausen und nordwestlich an den Schwarzwald.

 

Der Landkreis Konstanz hat Anteil am Hegau, einer Landschaft, die als Ausläufer von Schwäbischer Alb und Schwarzwald eine zu den Voralpen zählende Vulkanlandschaft darstellt. Die Große Kreisstadt Konstanz liegt am südöstlichen Rand des Landkreises am Bodensee, der hier vom „Obersee“ in den "Untersee" übergeht. Die Landschaft zwischen "Untersee" und "Überlinger See" trägt den Namen Bodanrück. Zum Landkreis gehören auch die Gemüse-Insel Reichenau (eigene Gemeinde) mit historischer Klostertradition und die Blumeninsel Mainau mit dem Schloss des schwedischen Königsgeschlechts der Bernadottes (Teil der Stadt Konstanz).

 

Im Landkreis endet die Bundesautobahn A 81 Stuttgart - Singen. Ferner führt in West-Ost-Richtung die teilweise ausgebaute A 98 von der schweizer Grenze bis nach Stockach. Ansonsten erschließen mehrere Bundes-, Landes- und Kreisstraßen den Landkreis Konstanz. Wichtigste Bundesstraße ist die B 33 vom Autobahnkreuz Hegau bei Singen bis nach Konstanz. Von Konstanz aus besteht eine Fährverbindung über den Bodensee nach Meersburg sowie eine Katamaranverbindung nach Friedrichshafen neben den zahlreichen weiteren Linien der sog. „weißen Bodenseeflotte“.

 

 

Der Lebensmittelpunkt die Wohnung

 

Dem Jugendlichen steht ein eigenes Zimmer in einer 4,5 Zimmerwohnung in einem Mehrfamilienhaus im Ortsteil Fürstenberg von Konstanz zur Verfügung. Es gibt ein Wohnzimmer, Küche und Bad/WC, welche gemeinschaftlich genutzt werden, sowie ein Büro und Privatzimmer.

 

Die Bildungseinrichtungen

 

In unmittelbarer Nähe gibt es eine  Grund- und Hauptschule, welche ca. 200 m von der Wohnung entfernt liegt, etwas weiter im Ortsteil Wollmatingen  einen Schulverband. Der Schulverbund besteht aus vier Abteilungen: Einer Orientierungsstufe mit Ganztagesbereich, einem Gymnasium mit naturwissenschaftlichem, sprachlichem und musischem Profil, einer Realschule und einer Hauptschule mit Werkrealschule.

Es gibt  verschiedene Berufsschulen und auch eine Universität.

 

Die Freizeitmöglichkeiten

 

In Konstanz besteht  die Möglichkeit verschiedenste Freizeitaktivitäten durchzuführen. Es gibt für viele Aktivitäten Vereine,  öffentliche Freizeiteinrichtungen und Sportplätze.

 

Die Infrastruktur

 

Es gibt in Konstanz eine sehr gute Infrastruktur in allen Lebensbereichen, angefangen von der Grundversorgung bis hin zur gesundheitlichen Versorgung. Es besteht  die Möglichkeit, in der Gastronomie oder in anderen Berufen Praktika oder eine Ausbildung zu machen.

 

Zielgruppe und Aufnahmeverfahren

 

 In Konstanz kann ein männlicher Jugendlicher im Alter von in der Regel 12 -17 Jahren aufgenommen werden. Aufgenommen werden Jugendliche, die sich in einem Hilfeplanverfahren (§ 36 SGB VIII) zu einer intensiv-sozialpädagogischen Einzelmaßnahme in Konstanz entschieden haben.  Sofern dies von allen anderen Beteiligten im Hilfeplanprozess mitgetragen wird.

 

Voraussetzung hierfür ist der persönliche Erstkontakt mit Herrn Hilla und die Besichtigung der Gegebenheiten vor Ort. Dabei ist zunächst unerheblich, aus welcher aktuellen Lebenssituation die Jugendlichen kommen.

 

Die rechtliche Grundlage für die intensiv-sozialpädagogischen Einzelmaßnahmen (ISE) in Konstanz ist Hilfe zur Erziehung gemäß § 27 SGB VIII in Verbindung mit § 35 SGB VIII.

 

Pädagogisches Angebot

 

Das pädagogische Angebot des ISE-Projektes-Konstanz richtet sich an Jugendliche, die sich wegen Verhaltens- und Integrationsproblemen für eine Heimunterbringung nicht eignen. Sie bedürfen einer intensiven Einzelbetreuung, da ihre Entwicklung durch psychosoziale Risiken, Brüche und Belastungen in der Biografie besonders gefährdet ist. Die Situation der jungen Menschen ist häufig gekennzeichnet durch mangelndes Selbstvertrauen, Misserfolgserlebnisse, durchgängige Perspektivlosigkeit, destruktive Entwicklung, wie Aggressivität und dissoziales Verhalten.

Der Standort ist so gelegen, dass mit dem Jugendlichen erlebnispädagogisch gearbeitet werden kann. Zum einen bietet sich der Bodensee, der mit dem Mountainbike in mehreren Tagesetappen umfahren werden kann, welche durch Deutschland, die Schweiz, Liechtenstein und Österreich führen. Es ist möglich,  auf dem Bodensee zu segeln oder anderen Wassersportarten nachzugehen. Im Sommer besteht die Möglichkeit, in den umliegenden Voralpen, dem Allgäu oder speziellen Anlagen zu klettern oder zu wandern. Im Winter bietet sich die Möglichkeit, verschiedene Wintersportarten wie Ski oder Snowboard zu betreiben. So sind etwa die Schweizer Alpen und der Schwarzwald in gut einer Stunde zu erreichen. Die Region Bodensee bietet ein vielfältiges Freizeit-, Sport- und Kulturprogramm mit ihren Sehenswürdigkeiten, Einrichtungen und ihrer einzigartigen Kulturlandschaft.

 

Innerhalb der ISE wird die konkrete Ausgestaltung der Betreuung individuell mit jedem einzelnen Jugendlichen ausgehandelt, damit auf seine Bedürfnisse und seiner momentanen Situation individuell reagiert werden kann.

 

Am Anfang der ISE stehen ein erstes Treffen und ein Gespräch mit dem Jugendlichen und dem beteiligten Jugendamt und gegebenen falls mit seinen Eltern.

Der Jugendliche soll eingangs von sich erzählen, damit Herr Hilla sich ein Bild von ihm machen kann, um auf seine momentane Situation  reagieren und Angebote unterbreiten zu können.

 

Im Gespräch soll geklärt werden, wie die ISE konkret ablaufen wird. Hier wird sehr stark darauf geachtet, welche Bedürfnisse der Jugendliche besitzt. Nachdem grob geklärt ist, wie die ISE gestaltet werden soll, kann der Jugendliche erst einmal wieder nach Hause fahren, um dort noch persönliche Angelegenheiten zu erledigen. Für den Fall, dass der Jugendliche nicht mehr nach Hause kann, ist ein Zimmer eingerichtet und die ISE startet sofort.

 

 

 

 

 

Was kann getan werden um dies umzusetzen?

 

Es ist recht sinnvoll, vor Unterbringung in der Einrichtung mit dem Jugendlichen ein Reiseprojekt zusammen zu planen und durchzuführen. Der Sinn dieses Reiseprojekts liegt darin, dass der Jugendliche den Druck und/oder die situationsbedingte Unsicherheit, die durch eventuelle Herausnahme aus dem Elternhaus oder mehrfachen Rauswurf aus anderen Einrichtungen entstanden ist, erstmal abbauen kann. Das Reiseprojekt soll auch dazu dienen, sein Gegenüber kennenzulernen, Beziehungen aufzubauen und Vertrauen zu schaffen sowie das Gemeinsamkeitsgefühl, auch in schwierigen Situation, zu stärken.

Bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund bietet sich oft ein Reiseprojekt an, welches ihn zu seinen Wurzeln führt, soweit sich ihm die Frage stellt, „wo komme ich eigentlich her?“.

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